Notizen, die am Rande anfallen - eigentlich für mich, aber öffentlichkeitstauglich Die Kommentare sind moderiert - Rückmeldung ist immer hilfreich
Sonntag, 14. Oktober 2012
Etwas anderes - XMind
Im Referendariat wurde ich das erste Mal mit Mindmapping konfrontiert und fand es gleich ziemlich gut. Nachdem wir dort den MindManager näher gebracht bekamen, bin ich später auf FreeMind umgestiegen (wenn ich nicht Bleistift und Papier verwendet habe, altmodisch wie ich bin) - heute habe ich einem schlauen Buch über Joomla (auch nicht schlecht) von XMind gelesen(http.//xmind.com) - und fange es gerade an, auszuprobieren - hoffentlich werde ich den kommenden Tagen mehr dazu sagen können - nun stürze ich mich ins Werk!
Mittwoch, 8. August 2012
Ausgelesen - Joseph Roth: Hiob
Getrieben von dem Gedanken, was die Kulusbehörde zum Abitur vorschreibt, kann nicht so schlecht sein - und vom Schwärmen einer ehemaligen Abiturientin aus Baden-Württemberg, wo dieser Roman vor vielen Jahren auch bereits Pflichtlektüre im Zentralabitur war, habe ich mir den "Hiob" vorgenommen.
Kurz zum Inhalt: Der Jude Mendel Singer und seine Familie leben im zaristischen Russland zu Beginn des 20igsten Jahrhunderts. Der jüngste Sohn Menuchim kommt zwar krank zur Welt, doch sagt ein Rabbi Deborah, der Frau Mendels und Mutter Menuchims, voraus, dass er gesund werde, wenn sie ihn bei sich behalte. So wird es eine schwere Entscheidung, ohne Menuchim nach Amerika auszuwandern und einem der Söhne, der vor dem Militärdienst dorthin geflohen ist, zu folgen, nachdem der andere Sohn mit Freuden zum russischen Militär gegangen ist. Da jedoch Mirjam, die Tochter des Hauses, nicht ohne Männer, hier ohne Kosaken, kann, fällt der Entschluss, auch nach New York zu gehen und den kranken Sohn in gute Pflege zurückzulassen. In den USA scheint alles glücklich zu werden, bis Sam (eigentlich Schemarjah, der Sohn Mendels) für die USA in den Krieg zieht und dort fällt: Seine Mutter stirbt vor Kummer, Mirjam wird verrückt, Mendel hadert mit Gott (eine schöne, vielleicht fruchtbare Parallele zu "Schlafes Bruder"? Der allerdings später erschienen ist.), doch da taucht nicht nur neue Nachricht aus der alten Welt auf, nein, ein begnadeter Musiker ist mehr als nur das.
Anfangs fand ich den Roman etwas zäh, aber man liest sich ein und lässt sich in die kleine jüdische Welt erst Russlands dann des wachsenden New York aus Sicht des Mendel Singer entführen - sehr liebenswert und damit letztlich auch lesenswert geschrieben - und von einigem literarischen Gehalt. So wird mir schon nachvollziehbar, weshalb dieser Roman es jetzt zum wiederholten Male zur Pflichtlektüre für Deutschkurse schafft, aber mich lockt es nicht, in freiwillig mit den Schülern zu lesen - bislang jedenfalls nicht.
Kurz zum Inhalt: Der Jude Mendel Singer und seine Familie leben im zaristischen Russland zu Beginn des 20igsten Jahrhunderts. Der jüngste Sohn Menuchim kommt zwar krank zur Welt, doch sagt ein Rabbi Deborah, der Frau Mendels und Mutter Menuchims, voraus, dass er gesund werde, wenn sie ihn bei sich behalte. So wird es eine schwere Entscheidung, ohne Menuchim nach Amerika auszuwandern und einem der Söhne, der vor dem Militärdienst dorthin geflohen ist, zu folgen, nachdem der andere Sohn mit Freuden zum russischen Militär gegangen ist. Da jedoch Mirjam, die Tochter des Hauses, nicht ohne Männer, hier ohne Kosaken, kann, fällt der Entschluss, auch nach New York zu gehen und den kranken Sohn in gute Pflege zurückzulassen. In den USA scheint alles glücklich zu werden, bis Sam (eigentlich Schemarjah, der Sohn Mendels) für die USA in den Krieg zieht und dort fällt: Seine Mutter stirbt vor Kummer, Mirjam wird verrückt, Mendel hadert mit Gott (eine schöne, vielleicht fruchtbare Parallele zu "Schlafes Bruder"? Der allerdings später erschienen ist.), doch da taucht nicht nur neue Nachricht aus der alten Welt auf, nein, ein begnadeter Musiker ist mehr als nur das.
Anfangs fand ich den Roman etwas zäh, aber man liest sich ein und lässt sich in die kleine jüdische Welt erst Russlands dann des wachsenden New York aus Sicht des Mendel Singer entführen - sehr liebenswert und damit letztlich auch lesenswert geschrieben - und von einigem literarischen Gehalt. So wird mir schon nachvollziehbar, weshalb dieser Roman es jetzt zum wiederholten Male zur Pflichtlektüre für Deutschkurse schafft, aber mich lockt es nicht, in freiwillig mit den Schülern zu lesen - bislang jedenfalls nicht.
Dienstag, 31. Juli 2012
Ausgelesen - Reiner Kunze: Die wunderbaren Jahre
Neugierig geworden durch den Text "Fünfzehn", der sich inzwischen in mehreren Schulbüchern wiederfindet, habe ich mir das Buch zu dem Text, "Die wunderbaren Jahre" von Reiner Kunze, besorgt und die Ferien genutzt, um es in Ruhe zu lesen.
Es handelt sich um eine Prosa-Textsammlung, die 1975 von Kunze, damals noch Bürger der DDR, geschrieben worden ist. Als Reaktion ist er aus dem Schriftstellerverband der DDR geworfen worden und schließlich in den Westen ausgewandert. Und was steht in diesem Buch, dass es den Autor für die DDR so bekämpfenswert macht? Mir scheint: die Wahrheit, und zwar die Wahrheit über die Lebensbedinungen der Jugend in der DDR, wenn sie auf der Suche nach ebenderselben war - der Wahrheit. Die Auseinandersetzung mit dem System im Kleinen und die Reaktionen des Systems im Großen. Viele gute Texte, einige sehr tauglich, um mit der heutigen Jugend besprochen zu werden - egal ob im Geschichts- oder im Deutschunterricht. Zeigen sie doch, von Kunze wohl in vielen Gesprächen errungen, die Suche der Jugend nach ihren Idealen in der Auseinandersetzung mit einem autoritären System, im zweiten Teil insbesondere nach dem Aufstand in Prag 1968.
Nicht jeder der enthaltenen Texte lässt fällt bei mir auf fruchtbaren Boden, doch viele berühren tief und geben ein Bild davon, wie gut wir es heute eigentlich haben, wie anders unser Leben ist - und wie anderes die Voraussetzungen eigentlich sind. Viele gute Texte finden sich in diesem Buch, das in einer erfrischend klaren Sprache geschrieben ist " "Marcuse? Du hast ein Buch von Marcuse?" (S. 51) Die Verwechslung zwischen Herbert und Ludwig Marcuse muss erst aufgelöst werden - als sie hört, dass es nicht um den Revolutionär geht, sondern "darum, was den Menschen zum Menschen macht" (S.51), hat sie kein Interesse mehr an dem Werk. So werden wird immer wieder in ganz lakonischer Weise das autoritäre System im Denken und Handeln entlarvt.
Besonders beschäftigt hat mich ein Gedanke Einsteins, der als Reaktion auf die Frage "Angenommen [...] du könntest jetzt ein Flugblatt machen" (S. 52) eine von fünf Versionen :
Es handelt sich um eine Prosa-Textsammlung, die 1975 von Kunze, damals noch Bürger der DDR, geschrieben worden ist. Als Reaktion ist er aus dem Schriftstellerverband der DDR geworfen worden und schließlich in den Westen ausgewandert. Und was steht in diesem Buch, dass es den Autor für die DDR so bekämpfenswert macht? Mir scheint: die Wahrheit, und zwar die Wahrheit über die Lebensbedinungen der Jugend in der DDR, wenn sie auf der Suche nach ebenderselben war - der Wahrheit. Die Auseinandersetzung mit dem System im Kleinen und die Reaktionen des Systems im Großen. Viele gute Texte, einige sehr tauglich, um mit der heutigen Jugend besprochen zu werden - egal ob im Geschichts- oder im Deutschunterricht. Zeigen sie doch, von Kunze wohl in vielen Gesprächen errungen, die Suche der Jugend nach ihren Idealen in der Auseinandersetzung mit einem autoritären System, im zweiten Teil insbesondere nach dem Aufstand in Prag 1968.
Nicht jeder der enthaltenen Texte lässt fällt bei mir auf fruchtbaren Boden, doch viele berühren tief und geben ein Bild davon, wie gut wir es heute eigentlich haben, wie anders unser Leben ist - und wie anderes die Voraussetzungen eigentlich sind. Viele gute Texte finden sich in diesem Buch, das in einer erfrischend klaren Sprache geschrieben ist " "Marcuse? Du hast ein Buch von Marcuse?" (S. 51) Die Verwechslung zwischen Herbert und Ludwig Marcuse muss erst aufgelöst werden - als sie hört, dass es nicht um den Revolutionär geht, sondern "darum, was den Menschen zum Menschen macht" (S.51), hat sie kein Interesse mehr an dem Werk. So werden wird immer wieder in ganz lakonischer Weise das autoritäre System im Denken und Handeln entlarvt.
Besonders beschäftigt hat mich ein Gedanke Einsteins, der als Reaktion auf die Frage "Angenommen [...] du könntest jetzt ein Flugblatt machen" (S. 52) eine von fünf Versionen :
"Jeden Tag denke ich daran, daß mein äußeres und inneres Leben auf der Arbeit der jetzt lebenden sowie schon verstorbenen Menschen beruht, daß ich mich anstrengen muß, um zu geben, im gleichen Ausmaß, wie ich emfpangen habe und empfange." (S. 54)Bestimmt ist dieser Gedanke diskussionswürdig - aber gerade das macht ihn auch interessant.
Samstag, 28. Juli 2012
Interviews - allgemein und in der SZ im Besonderen
Eigentlich dachte ich einmal, ich sei ein großer Freund von Interviews. Was kann es schöneres geben, als an spannenden Gesprächen zwischen Menschen teilzuhaben. Doch scheinen in vielen Fällen meine Meinung, was interessant ist, und die Meinung der Gesprächspartner nicht übereinzustimmen. Mich interessiert wenig, wer was gemacht hat oder wer wen oder welchen Trend wie findet. Mich interessiert eher, was dahinter steckt, warum man etwas tut, was einem Sinn gibt, was jemandem warum wichtig ist - was an ihm menschlich ist.
Inzwischen lasse ich also meistens die Interviews beim Lesen aus. Eine Ausnahme bilden zum einen Themen, die mich interessieren und die in den Interviews verhandelt werden - und die Interviews, die wöchentlich in der Wochendbeilage der Süddeutschen erscheinen (meist). Warum? Weil diese Interviews eigentlich immer auf das, was den Menschen in seinem Tun bewegt, eingehen und davon einen Eindruck geben, was den Menschen Sinn macht. Das zeigt sich oft bereit in ihrem Titel, wie "Angst", "Wut" oder wie heute "Rebellion".
Heute ist z.B. ein Interview mit Francesca von Habsburg über Rebellion in der Süddeutschen, "eine Frau ganz bei sich". Ich kannte sie vor dem Interview gar nicht. Jetzt kenne ich sie nicht wesentlich besser, aber habe einiges von ihr mitbekommen, insbesondere der kurze Satz über Entwicklung:
Inzwischen lasse ich also meistens die Interviews beim Lesen aus. Eine Ausnahme bilden zum einen Themen, die mich interessieren und die in den Interviews verhandelt werden - und die Interviews, die wöchentlich in der Wochendbeilage der Süddeutschen erscheinen (meist). Warum? Weil diese Interviews eigentlich immer auf das, was den Menschen in seinem Tun bewegt, eingehen und davon einen Eindruck geben, was den Menschen Sinn macht. Das zeigt sich oft bereit in ihrem Titel, wie "Angst", "Wut" oder wie heute "Rebellion".
Heute ist z.B. ein Interview mit Francesca von Habsburg über Rebellion in der Süddeutschen, "eine Frau ganz bei sich". Ich kannte sie vor dem Interview gar nicht. Jetzt kenne ich sie nicht wesentlich besser, aber habe einiges von ihr mitbekommen, insbesondere der kurze Satz über Entwicklung:
Man darf niemals denken, man wäre angekommen. In dem Augenblick hat man schon ausgecheckt.
Donnerstag, 26. Juli 2012
Ausgelesen - Kevin Brooks: Candy
Der Jugendroman "Candy" von Kevin Brooks hat mich in den letzten Tagen ziemlich beschäftigt. Es ist die Geschichte des Ich-Erzählers Joe, Schüler und Mitglied einer Band, die cooler sein will als er, dem an einem Londoner U-Bahnhof ein Mädchen begegnet, das ihn in seinen Bann schlägt: die Heroin-Abhängige Prostituierte und in der Gewalt ihres Dealers und Zuhälters Iggy stehende Candy. Was dann folgt ist einerseits geprägt durch die typische Brutalität in Brooks Romanen, andererseits hat es in meinen Augen genau den Tiefgang, den andere Rezensenten dem Roman absprechen. (Z.B. bei Büchertreff.de). Gerade dadurch, dass Joe sprachlos wirkt oder "etwas" die Macht über sein Handeln gewinnt, gerade dadurch, dass er - nachdem er gemeinsame mit Candy aus der Gewalt Iggys flüchtet, die Beziehung zu Candy mit einer Wippe vergleicht, die hoch und runter geht, gerade dadurch, dass er immer wieder sich, seine Gefühle, seine Unreife und eigentliche Überforderung darstellt, gewinnt der Roman ungemein und trägt trotz der Krimi-Story auch Züge eines Entwicklungsromans (auch wenn es zu einem solchen insgesamt nicht reicht). Es wird bemängelt, das Gute und das Böse seien zu holzschnittartig dargestellt - aber zum einen spiegelt das für mich eher eine feste Erwartung eines Rezensenten und wird damit nicht unbedingt dem Buch gerecht, zum anderen ist es eher die Trennung von drei Generationen: Die Elterngeneration (Joes Vater lebt zwar alleinerziehend, versucht aber im Laufe des Romans die Annäherung an die Mutter, die zwar die Beziehung zum Vater, nicht aber die Kinder möchte), die abgebrühten jungen Erwachsenen Dealer, die tatsächlich die Welt des Bösen darstellen, und der Heranwachsende Joe, der sich mit Candy, die irgendwo dazwischen zu stehen scheint, und ihrer Welt, ihrem Leben, ihrer Persönlichkeit auseinandersetzen muss. Und genau diese Auseinandersetzung steht im Mittelpunkt des Romans, der z.T. stark aus der Innensicht des Protagonisten erzählt ist und uns an seiner unsicheren Welt teilhaben lässt, die auch das "Erbärmliche" einschließt:
Insgesamt eine gute Leseerfahrung - und ich bin nicht der einzige, der ihn letztlich auch als geeignete Schullektüre sieht.
"Ich hatte nicht vor, sie [die Musik] traurig klingen zu lassen. Aber so fühlte ich mich. Und darum geht es in der Musik - sie muss klingen, wie du dich fühlst.
Ich weiß, es wirkt irgendwie erbärmlich - dazusitzen, sich in Selbstmitleid zu wiegen und einen Herzschmerz-Blues zu spielen, als hätte ich gerade die Liebe meines Lebens verloren, obwohl ich in Wirklichkeit nur meine Würde verloren hatte - aber erbärmlich zu sein ist wie gesagt nicht das Schlimmste auf der Welt. oder?" (S. 52f.)
Insgesamt eine gute Leseerfahrung - und ich bin nicht der einzige, der ihn letztlich auch als geeignete Schullektüre sieht.
Sonntag, 22. Juli 2012
Ausgelesen - Friedrich Ani „Wie Licht schmeckt"
Der Roman „Wie Licht schmeckt“ von Friedrich Ani (2005) trägt als Titel eine Synästhesie, versucht also Wahrnehmungen miteinander in Verbindung zu bringen, die sich eigentlich gar nicht verbinden lassen - oder eben doch. Und um das "doch" geht es eigentlich in dem vorliegenden Roman:
Die Geschichte, dass ein 14jähriger Junge sich zum Geburtstag drei freie Tage nimmt, um durch München zu streunen, ist selbst schon sehr schön und lässt einiges erwarten. Dass Lukas dabei allerdings auf das blinde Mädchen Sonja, 17 Jahr alt, trifft, die ihm als Blinde den Wahrnehmungsreichtum neben all den visuellen Eindrücken des Nicht-Blinden öffnet, wird von Ani sehr schön erzählt. Dieser Roman ist nett und gut lesbar erzählt und gewinnt gleichzeitig einigen Tiefgang, den ich sehr anregend fand. Das Motiv, dass wir bei lauter Musik die leisen Töne nicht hören, dass in einer schrill-bunten Welt die sanften Farben untergehen, ist m.E. sehr wichtig und so habe ich mich gefreut, ein Buch geliehen bekommen zu haben, in dem dies auch so geschildert wird.
Letztlich ein Buch, das auch als Schullektüre denkbar ist.
Die Geschichte, dass ein 14jähriger Junge sich zum Geburtstag drei freie Tage nimmt, um durch München zu streunen, ist selbst schon sehr schön und lässt einiges erwarten. Dass Lukas dabei allerdings auf das blinde Mädchen Sonja, 17 Jahr alt, trifft, die ihm als Blinde den Wahrnehmungsreichtum neben all den visuellen Eindrücken des Nicht-Blinden öffnet, wird von Ani sehr schön erzählt. Dieser Roman ist nett und gut lesbar erzählt und gewinnt gleichzeitig einigen Tiefgang, den ich sehr anregend fand. Das Motiv, dass wir bei lauter Musik die leisen Töne nicht hören, dass in einer schrill-bunten Welt die sanften Farben untergehen, ist m.E. sehr wichtig und so habe ich mich gefreut, ein Buch geliehen bekommen zu haben, in dem dies auch so geschildert wird.
Letztlich ein Buch, das auch als Schullektüre denkbar ist.
Sonntag, 15. Juli 2012
Ausgelesen: John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle: Tage wie diese (2008/2010)
Diesen Jugendroman habe ich zur falschen Zeit gelesen: Entweder, so scheint mir, liest man ihn am besten um Weihnachten herum, schließlich spielt er komplett zur Zeit eines weihnachtlichen Schneesturms rund um ein Waffelhaus und ein Starbucks in einer amerikanischen Kleinstadt. Oder aber man liest ihn bei großer sommerlichen Hitze, um schneestürmende Abkühlung zu erlesen.
Schneesturm zu Weihnachten in einer amerikanischen Kleinstadt - zunächst ist das genau das Gegenteil von dem, was mir gute, tiefgehende Unterhaltung verspricht. Aber eigentlich ist es ganz anders, insbesondere dadurch, dass Weihnachten zwar eine Rolle spielt, aber eigentlich nur eine untergeordnete. Im Vordergrund stehen die handelnden Charaktere und ihre Art, mit sich und den anderen umzugehen - und das ist auf eine sehr witzige, gefühlvolle, nachdenkliche und unkonventionelle Art und Weise erzählt. Erzählerisch spannend finde ich, wie die drei, von jeweils einem der drei Autoren verfassten, Teile des Romans personell verflochten sind und das Geschehen in der Kleinstadt so aus verschiedenen Perspektiven in einem losen Beziehungsnetz, dargestellt ist - eine sehr schöne und sehr tragfähige Idee. Die in den Roman investierte Zeit hat sich (jetzt in den Ferien) gelohnt. (Für die Schule? Eher nicht.)
Das Zitat:
Schneesturm zu Weihnachten in einer amerikanischen Kleinstadt - zunächst ist das genau das Gegenteil von dem, was mir gute, tiefgehende Unterhaltung verspricht. Aber eigentlich ist es ganz anders, insbesondere dadurch, dass Weihnachten zwar eine Rolle spielt, aber eigentlich nur eine untergeordnete. Im Vordergrund stehen die handelnden Charaktere und ihre Art, mit sich und den anderen umzugehen - und das ist auf eine sehr witzige, gefühlvolle, nachdenkliche und unkonventionelle Art und Weise erzählt. Erzählerisch spannend finde ich, wie die drei, von jeweils einem der drei Autoren verfassten, Teile des Romans personell verflochten sind und das Geschehen in der Kleinstadt so aus verschiedenen Perspektiven in einem losen Beziehungsnetz, dargestellt ist - eine sehr schöne und sehr tragfähige Idee. Die in den Roman investierte Zeit hat sich (jetzt in den Ferien) gelohnt. (Für die Schule? Eher nicht.)
Das Zitat:
Ein Abgrund klaffte in meinem Innern, aber ich musste ihm für den Moment sagen: Tut mir leid, Schätzchen, keine Zeit. 334
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